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Datum: 12.09.2019

Brigitte Knobbe-Keuk Preis 2019 verliehen Doppelte Auszeichnung für herausragende Arbeiten: Der mit 5.000 Euro dotierte Brigitte Knobbe-Keuk Preis wurde erstmals an zwei Preisträger*in verliehen.

Frau Dr. Veronica Hoch erhielt in Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Verdienste auf dem Gebiet des Steuerrechts für ihre Dissertation „Die Besteuerungssystematik von Kapitalanlagen – Geltendes Recht und Reformvorschlag für eine kohärente Kapitalanlagenbesteuerung“ den Brigitte Knobbe-Keuk Preis 2019. Frau Dr. Hoch hat an der Universität Bayreuth Rechtswissenschaften studiert und erfolgreich die wirtschaftswissenschaftliche Zusatzausbildung zur Wirtschaftsjuristin (Univ. Bayreuth) abgeschlossen. Ihr Rechtsreferendariat absolvierte sie am OLG Bamberg mit mehreren Stationen bei namhaften Rechtsanwaltskanzleien. Nach dem Zweiten Staatsexamen und einer Tätigkeit als Rechtsanwältin bei einer internationalen Wirtschaftskanzlei promovierte sie über die zivilrechtlichen Schnittstellen des Steuer- und Kapitalmarktrechts am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeits- und Steuerrecht von Prof. Dr. Karl-Georg Loritz an der Universität Bayreuth. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Handels- und Gesellschaftsrecht, dem Kapitalmarkt-, Insolvenz-, Steuer- sowie Zivilverfahrensrecht. Derzeit ist Frau Dr. Hoch an der Ruhr Universität in Bochum tätig, wo sie seit Januar 2019 als Akademische Rätin a.Z. an ihrer Habilitationsschrift unter Betreuung von Frau Professor Dr. Uffmann arbeitet.

Herr Dr. Max Weber wurde für seine Dissertation zum Thema „Die Zusage im Umsatzsteuerrecht“ mit dem diesjährigen Brigitte Knobbe-Keuk Preis ausgezeichnet. Seine Arbeit wurde von der Ruhr-Universität Bochum angenommen. Aktuell befindet Herr Dr. Weber sich im zweiten Staatsexamen. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Roman Seer und Prof. Dr. Sebastian Unger. Die Arbeit wurde u.a. mit dem WRT-Förderpreis 2018 ausgezeichnet.

Die Preisverleihung fand am 26. Mai 2019 im Rahmen der „70. Steuerrechtlichen Jahresarbeitstagung Unternehmen“ in Wiesbaden statt.

Die Brigitte Knobbe-Keuk Stiftung wurde im November 2011 vom Ehemann der Namensgeberin, in Gemeinschaft mit der Universität Bonn, als unselbstständige Stiftung unter dem Dach der Bonner Universitätsstiftung errichtet. Im zweijährigen Turnus vergibt die Stiftung den Brigitte Knobbe-Keuk Preis zur Erinnerung an diese bedeutende Persönlichkeit und außergewöhnliche Wissenschaftlerin. Die deutsche Rechtswissenschaft verdankt Professor Dr. Brigitte Knobbe-Keuk herausragende Arbeiten auf den Gebieten des Bürgerlichen Rechts, des Bilanz- und Steuerrechts sowie des Handels- und Gesellschaftsrechts. Auch dem Europäischen Gesellschafts- und Steuerrecht hat sie entscheidende Impulse gegeben und neue Wege geebnet.

Der mit 5.000 Euro dotierte Brigitte Knobbe-Keuk Preis wird in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Fachanwälte für Steuerrecht e.V. ausgelobt. Der Sohn von Brigitte Knobbe-Keuk, Dr. Carl-Christian Knobbe, übernimmt als Mitglied des Stiftungsrates die Ausschreibung und Vergabe des Preises. Gefördert werden damit junge Rechtswissenschaftler*innen, die an einer deutschen Universität hervorragende Dissertationen auf einem der Arbeitsgebiete von Brigitte Knobbe-Keuk vorgelegt haben.

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