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Datum: 17.06.2018

"Göttliche Ungerechtigkeit?" läuft noch bis zum 28. Oktober 2018 Sonderausstellung im Akademischen Kunstmuseum

Ausstellung Akademisches KuMu

Blick in die Sonderausstellung. Foto: Jutta Schubert/Akademisches Kunstmuseum Bonn.

Das 200. Jubiläum der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und ihres Akademischen Kunstmuseums, der Antikensammlung der Universität, wird mit einer großen Sonderausstellung begangen. Die Präsentation "Göttliche Ungerechtigkeit? Strafen und Glaubensprüfungen als Themen antiker und frühchristlicher Kunst" ist noch bis zum 28. Oktober 2018 zu sehen (Am Hofgarten 21, 53113 Bonn, Öffnungszeiten: Di–Fr 15–17 Uhr, So 11–18 Uhr, feiertags geschlossen).

Die Ausstellung, die von den Fächern Klassische Archäologie und Christliche Archäologie bestritten wird (Verantwortliche Dr. Kornelia Kressirer, Prof. Dr. Frank Rumscheid, Prof. Dr. Sabine Schrenk), widmet sich dem komplexen Thema "Göttliche Ungerechtigkeit"‘. Thema sind antike Mythen und Erzählungen aus dem Alten Testament, die grausame Strafen und Glaubensproben der Götter bzw. des jüdischen Gottes persönlich unschuldigen Menschen gegenüber thematisieren oder ungerecht wirkendes Verhalten gegenüber weniger mächtigen Wesen zum Inhalt haben. Strafen wie die Hinrichtung der Niobiden durch Apollon und Artemis oder die verlangte Opferung Isaaks durch Abraham erscheinen dem heutigen Betrachter und Leser maßlos und mitunter willkürlich. Nach antiker Vorstellung wurde jedoch durch diese Demonstration göttlicher Überlegenheit die Weltordnung verteidigt, die durch Zweifel an der göttlichen Macht oder durch menschliche Hybris in Gefahr gerät. Ungeachtet ihrer oder vielleicht auch gerade wegen ihrer Problematik haben die Geschichten von der Antike bis heute in vielfältiger Art und Weise Bildkunst, Literatur und Theater angeregt.

Die Ausstellung stellt die schriftlichen Überlieferungen der Mythen und biblischen Erzählungen vor und präsentiert zahlreiche Bildzeugnisse entsprechender Thematik im Original, Abguss und Foto. Die Kunstwerke stammen aus unterschiedlichen Zeiten, Kulturräumen und Verwendungskontexten. Zu sehen sind etwa Skulpturen und Reliefs, Vasen- und Buchmalereien, Bronze- und Glaswerke, die in Griechenland, Rom, Etrurien, im Nahen Osten und ebenso in den Römischen Provinzen am Rhein entstanden sind.

Neben den Exponaten des Akademischen Kunstmuseums sind Leihgaben aus Augsburg, Berlin, Bochum, Bonn, Hamburg, Heidelberg, Köln, Mainz, München, Trier und Würzburg zu besichtigen, darunter die früheste erhaltene Niobidendarstellung oder seltene Elfenbein- und Glasobjekte.

Zur Ausstellung wird ein umfangreicher Begleitband erscheinen. Ausstellung und Katalog werden finanziell unterstützt von der Universität Bonn, dem Erzbistum Köln, der Universitätsgesellschaft Bonn, der Sparkasse KölnBonn, der HypZert, der Bonner Universitätsstiftung und dem Förderverein des Akademischen Kunstmuseums.

Termine für öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung sowie weitere Veranstaltungen werden auf der Homepage des Museums bekannt gegeben:
www.antikensammlung.uni-bonn.de/aktuelles-termine.

Katalog:
F. Rumscheid – S. Schrenk – K. Kressirer (Hrsg.), Göttliche Ungerechtigkeit? Strafen und Glaubensprüfungen als Themen antiker und frühchristlicher Kunst’ (Imhof-Verlag Petersberg 2018).

ANSPRECHPARTNERIN FÜR DIE AUSSTELLUNG:
Dr. Kornelia Kressirer (Kustodin)
Akademisches Kunstmuseum Bonn
Am Hofgarten 21, 53113 Bonn
akmuseum@uni-bonn.de

Plakat zur Ausstellung
Flyer zur Ausstellung

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