Helen Meyer ist Doktorandin der Physik an der Universität Bonn. Zuvor schloss sie dort ihr Bachelorstudium (2020) und ihr Masterstudium (2023) jeweils mit ausgezeichneten Noten ab. Bereits während ihres Studiums erhielt sie mehrere Stipendien und machte durch sehr gute Studienleistungen sowie erste wissenschaftliche Publikationen auf sich aufmerksam. Ihre Masterarbeit mit dem Titel „Variation of the Fine-Structure Constant and its Consequences for Big Bang Nucleosynthesis“ entstand in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Ulf-G. Meißner und wurde mit der Bestnote bewertet.
Seit Beginn ihrer Promotion im Jahr 2023 setzt Helen Meyer die in ihrer Masterarbeit begonnenen Untersuchungen fort. Als Weiterführung des Themas hat sie insbesondere die Abhängigkeit von Reaktionsquerschnitten von der elektromagnetischen Kopplungskonstante für ausgewählte Reaktionen untersucht, die im Rahmen der sogenannten Halo-Effektiven-Feldtheorie beschrieben werden können. In einer weiteren Studie untersuchte sie, wie die primordiale Nukleosynthese vom Wert des Higgs Vakuumserwartungswertes abhängt. Darüber hinaus widmete sie sich in ihrer Arbeit der Frage, inwieweit die primordialen Elementhäufigkeiten im frühen Universum Einschränkungen für den Wert der Masse des Strange-Quarks erlauben. Ergebnisse ihrer Arbeit wurden bereits in gemeinsamen Publikationen in renommierten Fachzeitschriften wie dem Journal of High Energy Physics und dem European Physical Journal A veröffentlicht. Frau Meyer verbrachte auch ein Semester an der Universität Rom, wo sie den Einfluss des sogenannten dunklen Photons auf die Elementsynthese im Urknall studierte.
Die Dr. Klaus Erkelenz Stiftung wurde am 19. September 2013 unter dem Dach der Bonner Universitätsstiftung ins Leben gerufen. Mit ihrer Gründung bewahrt Frau Dr. Gabriele Erkelenz das Andenken an ihren verstorbenen Ehemann, einen außergewöhnlichen Physiker, dessen wissenschaftliche Arbeiten bis heute die moderne theoretische Kernphysik prägen.
Seit 2013 wurde der mit 5.000 Euro dotierte Dr. Klaus Erkelenz Preis jährlich für herausragende Leistungen in der theoretischen Kernphysik vergeben (mit Ausnahme des Jahres 2017). Mit der Preisvergabe im Jahr 2025 wurde der Preis letztmalig verliehen; insgesamt erhielten 13 Personen diese besondere Auszeichnung. Mit der Erfüllung ihres Stiftungszwecks wurde die Stiftung zum 31. Dezember 2025 aufgelöst.
Wir gratulieren Frau Meyer herzlich zu der Auszeichnung und wünschen ihr weiterhin viel Erfolg auf ihrem wissenschaftlichen Werdegang.