12. April 2024

Mit der Bonner Universitätsstiftung bei der United Kingdom Archaeological Sciences Konferenz in York Mit der Bonner Universitätsstiftung bei der United Kingdom Archaeological Sciences Konferenz in York

Reisestipendium der Geschwister Inge Doris Reitmeister und Margarete Flamme-Stiftung

Mit der finanziellen Unterstützung der Geschwister Inge Doris Reitmeister und Margarete Flamme-Stiftung nahm Lilly Vieting an einer Archäologie-Konferenz im Englischen York teil. In ihrem Reisebericht erzählt die Masterstudentin der Archäologischen Wissenschaften an der Uni Bonn nun von ihren Erfahrungen und Eindrücken.

UKAS Konferenz
UKAS Konferenz - Lilly Vieting bei der UKAS-Konferenz im Englischen York. Dort hatte sie die Gelegenheit, ihre eigene Forschung in Form eines Posters zu präsentieren. © Lilly Vieting/Uni Bonn
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„Dank des Reisekostenstipendiums der Bonner Universitätsstiftung hatte ich das Privileg, vom 3. bis zum 5. April 2024 an der United Kingdom Archaeological Sciences (UKAS) Konferenz in York, England, teilzunehmen. Diese Konferenz, die alle zwei Jahre in Großbritannien stattfindet, wurde erstmals 1987 an der Universität Glasgow ins Leben gerufen und bietet Wissenschaftler*innen aus dem Bereich der Archäologischen Wissenschaften aus der ganzen Welt eine Plattform, um sich über ihre neuesten Forschungsarbeiten, Methoden und Erkenntnisse auszutauschen sowie wertvolle Kontakte zu knüpfen. Meine Reise begann am 2. April in Bonn mit dem Eurostar über Brüssel nach London und von dort aus weiter nach York.

Die dreitägige Konferenz war gefüllt mit spannenden Kurzvorträgen zu einer Vielzahl von Themen, neuen Methoden und interessanten Studien sowie inspirierenden Posterpräsentationen. Die Vorträge deckten verschiedene Bereiche ab, darunter People and Lifeways; Advances in Chronology and Dating; Human, Plant and Animal Interactions; Food, Diet and Cuisine und Methodological Advances.

Während der Konferenz hatte ich selbst die Gelegenheit, ein Poster zu präsentieren, das sich mit der bioarchäologischen Studie beschäftigt, die ich im Rahmen meiner laufenden interdisziplinären Masterarbeit am Institut für Archäologie und Kulturanthropologie (IAK) sowie dem Bonn Center for Archaeosciences (BoCAS) durchgeführt habe. Diese Studie befasst sich mit einem biomolekularen Ansatz zur Analyse stark fragmentierter menschlicher Überreste aus archäologischen Kontexten.

Die Teilnahme an der Konferenz bot mir nicht nur die Gelegenheit, wertvolles Feedback zu meiner Arbeit zu erhalten, sondern auch, mich mit Wissenschaftler*innen aus meinem Fachgebiet auszutauschen und neue Perspektiven zu gewinnen. Besonders die informellen Austauschmomente während der Pausen und abends nach der Konferenz waren äußerst bereichernd und inspirierend. So fand an einem Abend ein gemeinsames Abendessen in der Merchant Adventurers' Hall statt, einem mittelalterlichen Gildenhaus im Zentrum von York, gefolgt von traditionellen Tänzen einer Ceilidh-Band.

Insgesamt war es interessant und faszinierend zu sehen, wie vielfältig die Themen und Fachbereiche in den archäologischen Wissenschaften, auch international, behandelt werden.

Die Erfahrungen, die ich während dieser Konferenz sammeln konnte, haben meinen persönlichen Horizont erheblich erweitert und werden zweifellos auch meine berufliche Laufbahn nachhaltig beeinflussen. Ohne das großzügige Reisekostenstipendium der Bonner Universitätsstiftung wäre mir eine Teilnahme an dieser wichtigen Konferenz finanziell nicht möglich gewesen. Daher bin ich zutiefst dankbar für die Unterstützung und die damit verbundene Möglichkeit, an dieser bereichernden Erfahrung teilzuhaben.“

 

Ein Bericht von Lilly Vieting

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