24. November 2021

Verleihung der Sigrid Peyerimhoff-Preise 2021 Verleihung der Sigrid Peyerimhoff-Preise 2021

Vorträge der Preisträger*in im Rahmen des GDCh-Kolloquiums am 9. November 2021.

In diesem Jahr verleiht die Bonner Universitätsstiftung zum zweiten Mal den Sigrid Peyerimhoff-Förderpreis und den Sigrid Peyerimhoff-Forschungspreis. Die mit 2000 Euro bzw. 3000 Euro dotierten Preise gehen an zwei Nachwuchstalente aus dem Fachbereich Chemie. Der Preis soll die herausragenden Leistungen junger Forscherinnen und Forscher zum Ausdruck bringen. Erstmalig werden die Preise im Rahmen einer Sitzung des Bonner Ortsverbandes der Gesellschaft Deutscher Chemiker verliehen, das im vergangenen Jahr nicht stattfinden konnte.

Urkundenübergabe durch die Stifterin Frau Professorin Peyerimhoff an die Preisträgerin Christina Braun
Urkundenübergabe durch die Stifterin Frau Professorin Peyerimhoff an die Preisträgerin Christina Braun © Laura zur Horst
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Zu Beginn des Kolloquiums würdigte der Ortsverbandsvorsitzende, Herr Professor Arne Lützen, nicht nur die herausragende wissenschaftliche Karriere der Stifterin Frau Professorin Sigrid Peyerimhoff, sondern hob vielmehr ihr Engagement und ihren Einsatz zur Förderung der Nachfolgegenerationen hervor. Der Namensgeberin der beiden Preise liegt die Förderung junger Wissenschaftler*innen, insbesondere von Studentinnen, sehr am Herzen.

Den Sigrid Peyerimhoff-Förderpreis für ihre herausragende Masterarbeit erhält die Nachwuchswissenschaftlerin Christina Braun.  Frau Braun hat in ihrem Masterstudium durchweg sehr gute Leistungen erbringen und einen Notendurchschnitt von 1.4 erzielen können. In ihrer Masterarbeit hat sie ein schwieriges präparatives Gebiet mit großem Erfolg bearbeitet und wichtige Beiträge zur Synthese von Derivaten von Farnesy-Lipid 1 leisten können. Zudem hat sich Frau Braun stets aktiv und konstruktiv in der Fachschaft sowie an der Schnupper-Uni engagiert und so an der Verbesserung der Situation in der Lehre mitgewirkt.

Der mit 3000 Euro dotierte Sigrid Peyerimhoff-Forschungspreis ging an Tobias Hett für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Physikalischen und Theoretischen Chemie, mit dem Thema „Spatio-Temporal Resolution of Conformational Changes in Biomolecules by Combining Pulsed Electron-Electron Double Resonance Spectroscopy with Microsecond Freeze-Hyperquenching“. Das Auswahlgremium war von der wissenschaftlichen Arbeit des Doktoranden tief beeindruckt und war dabei besonders von der Vielseitigkeit seiner Forschung, mit anspruchsvollen sowohl experimentellen als auch theoretischen Gesichtspunkten, überzeugt.

Das Auswahlgremium für die Vergabe des Sigrid Peyerimhoff-Forschungspreises besteht aus Professorinnen und Professoren, die dem Institut für Physikalische und Theoretische Chemie oder dem Mulliken Center für theoretische Chemie der Universität Bonn angehören.

Zum Stiftungsfonds
Im Jahr 2019 hat die emeritierte Chemikerin Sigrid Peyerimhoff einen Stiftungsfonds unter dem Dach der Universitätsstiftung errichtet. Ziel der Stiftung ist die Förderung des Fachgebiets Chemie in Wissenschaft und Forschung an der Universität Bonn. Zur Erfüllung dieses Zwecks wurde ein sogenannter Verbrauchsfonds eingerichtet, der jährlich den Sigrid Peyerimhoff-Förderpreis vergibt – in Höhe von 2.000 Euro für eine herausragende Masterarbeit einer Studentin im Fach Chemie - sowie den Sigrid Peyerimhoff-Forschungspreis - in Höhe von 3.000 Euro an eine Nachwuchswissenschaftlerin oder einen Nachwuchswissenschaftler für eine hervorragende Veröffentlichung (zum Beispiel Dissertation, Habilitationsschrift, Postdoc-Arbeit) auf dem Gebiet der Physikalischen und Theoretischen Chemie.

Zur Person
Die 1937 geborene Wissenschaftlerin forschte nach dem Studium der Physik und ihrer Promotion an der Universität Gießen lange an renommierten Universitäten in den USA. Nach ihrer Habilitation und Stationen in Gießen und Mainz lehrte Sigrid Peyerimhoff von 1972 bis 2002 als Professorin für Theoretische Chemie an der Universität Bonn. Von 2006 bis 2009 war sie Präsidentin der renommierten "International Academy of Quantum Molecular Science" mit Sitz in Menton (Frankreich). 14 ihrer Schülerinnen und Schüler wurden später Hochschullehrende für Physikalische oder Theoretische Chemie in verschiedenen Ländern, darunter 6 Frauen. Für ihre herausragende Arbeit wurde Sie mit vielen Preisen und Auszeichnungen geehrt, unter anderem dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse und dem Großen Bundesverdienstkreuz.

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