07. Oktober 2026

Forschung aus Bonn auf internationaler Bühne Forschung aus Bonn auf internationaler Bühne

Mit der Bonner Universitätsstiftung beim PBP World Meeting

Im März 2026 nahm Lukas Mild, Doktorand im Arbeitskreis von Prof. Dr. K. G. Wagner am Pharmazeutischen Institut der Universität Bonn, am 15th World Meeting on Pharmaceutics, Biopharmaceutics and Pharmaceutical Technology (PBP) in Prag teil – einer der weltweit bedeutendsten Konferenzen im Bereich der pharmazeutischen Technologie. Begleitet wurde er dabei von einem Reisekostenstipendium der Bonner Universitätsstiftung.

Lukas Mild bei seiner Posterpräsentation
Lukas Mild bei seiner Posterpräsentation © Lukas Mild
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Im Rahmen der Tagung präsentierte er ein Poster zu seiner aktuellen Forschung mit dem Titel „Unlocking the Potential of Alkaline Polymers for Amorphous Solid Dispersions“. Im Zentrum seiner Arbeit steht eine grundlegende Herausforderung der modernen Arzneimittelentwicklung: Viele Wirkstoffe sind nur schwer wasserlöslich und können vom Körper daher nur unzureichend aufgenommen werden. Genau hier setzt seine Forschung an, mit dem Ziel, diese Wirkstoffe durch innovative Formulierungsstrategien besser verfügbar zu machen und damit ihre Wirksamkeit entscheidend zu verbessern.

Ein vielversprechender Ansatz sind amorphe feste Dispersionen, bei denen der Wirkstoff in eine Polymermatrix eingebettet wird. In der vorgestellten Arbeit wurde unter anderem das etablierte Polymer Eudragit® E untersucht, dessen Eigenschaften durch gezielte Modifikation weiterentwickelt werden konnten. Die Ergebnisse zeigen, dass sich dadurch sowohl die Löslichkeit als auch die Stabilität deutlich steigern lassen. Dadurch wird es möglich, auch schwer zugängliche Wirkstoffe effektiver nutzbar zu machen. Ein wichtiger Schritt hin zu wirksameren und zuverlässigeren Therapien. 

Neben der eigenen Präsentation bot die Konferenz zahlreiche Einblicke in aktuelle Entwicklungen der internationalen Forschung. Besonders prägend war die Keynote von Prof. Dr. Christine Allen (University of Toronto Kanada), die eindrucksvoll zeigte, wie künstliche Intelligenz und automatisierte Laborsysteme die Entwicklung neuer Arzneiformen grundlegend verändern könnten. Der Gedanke, Formulierungen nicht mehr nur durch Erfahrung, sondern gezielt datenbasiert zu entwickeln, eröffnet neue Perspektiven für die gesamte Disziplin.

Auch viele weitere Beiträge verdeutlichten, wie dynamisch sich das Feld derzeit entwickelt: Von nanotechnologischen Therapieansätzen bis hin zu neuen Strategien, um die Aufnahme von Wirkstoffen im Körper gezielt zu verbessern.

Ein besonderer Mehrwert der Konferenz lag im direkten Austausch. Gespräche mit Forschenden aus mehr als 40 verschiedenen Ländern sowie mit Industriepartnern eröffneten neue Blickwinkel und erste Ansätze für zukünftige Kooperationen. Die Teilnahme an der Konferenz war nicht nur eine Gelegenheit, die eigene Forschung international zu präsentieren, sondern auch, neue Ideen zu gewinnen und die eigene Arbeit in einen größeren wissenschaftlichen Kontext einzuordnen.

Ermöglicht wurde diese Reise durch die Unterstützung der Bonner Universitätsstiftung. Das Reisestipendium hat maßgeblich dazu beigetragen, die Teilnahme an dieser wichtigen Konferenz zu realisieren und die Forschung aus Bonn auf internationaler Ebene sichtbar zu machen.

Ein Reisebericht von Lukas Mild

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Research from Bonn on the International Stage – With the University of Bonn Foundation at the PBP World Meeting

In March 2026, Lukas Mild, a PhD student in the research group of Prof. Dr. K. G. Wagner at the Institute of Pharmaceutics at the University of Bonn, participated in the 15th World Meeting on Pharmaceutics, Biopharmaceutics and Pharmaceutical Technology in Prague – one of the world’s leading conferences in pharmaceutical technology.

During the conference, he presented a poster entitled “Unlocking the Potential of Alkaline Polymers for Amorphous Solid Dispersions.” His research addresses a fundamental challenge in modern drug development: many active pharmaceutical ingredients are poorly water-soluble and therefore cannot be adequately absorbed by the body. His work aims to overcome this limitation by developing innovative formulation strategies to improve drug bioavailability and, ultimately, therapeutic efficacy.

A promising approach involves amorphous solid dispersions, in which the drug is embedded within a polymer matrix. In this study, the established polymer Eudragit® E was investigated and further optimized through targeted modification. The results demonstrate that both solubility and stability can be significantly enhanced, making poorly accessible drugs more effectively usable. An important step toward more reliable and effective therapies.

Beyond his own presentation, the conference offered valuable insights into current international research. A particular highlight was the keynote lecture by Prof. Dr. Christine Allen (University of Toronto, Canada), which demonstrated how artificial intelligence and automated laboratory systems could fundamentally transform the development of pharmaceutical formulations. The idea of designing formulations not solely based on experience but through data-driven approaches opens up entirely new perspectives for the field.

Many other contributions further illustrated the dynamic nature of this research area, ranging from nanotechnological approaches to novel strategies aimed at improving drug absorption in the body.

A key benefit of the conference was the opportunity for direct exchange. Discussions with researchers from around the world, as well as with industry partners provided new perspectives and initiated potential future collaborations. Participating in the conference was not only an opportunity to present research on an international stage, but also to gain new ideas and place one’s work within a broader scientific context.

This experience was made possible through the support of the Bonn University Foundation. The travel grant played a crucial role in enabling participation in this important conference and in making research from Bonn visible on an international level.

A report written by Lukas Mild

Ein Event zum Austauschen und Netzwerken
Ein Event zum Austauschen und Netzwerken - Forschende aus mehr als 40 verschiedenen Ländern kamen in Prag zusammen © Lukas Mild
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